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Geschichte

Chronisten:

- Ernst Bartling (Vorgeschichte; 1974 bis 2009)

- Steffen Diebold (ab 2009)

Viele tausend Jahre vor dem ersten Hobie Cat verbanden Menschen Einbäume miteinander, der Catamaran war erfunden. Das Wort Catamaran kommt aus der Sprache der Malaien und bedeutet „Zusammen-Gebunden“. Einbäume konnten nur durch Ausleger segelbar gemacht werden. Diese flachgehenden schnellen Segler waren jedoch wenig kippstabil und hatten zudem nur eine geringe Transportkapazität. Für größere Lasten und Langfahrten wurden statt Hauptrumpf plus Ausleger jetzt zwei Hauptrümpfe miteinander verbunden und mit einer Plattform ausgestattet.

In Europa segelte man traditionell Einrumpfschiffe, obwohl Auslegerkanus und Catamarane seit der Entdeckung der pazifischen Inselwelt bekannt waren. Doch erst als Segeln nur noch zum Spaß betrieben wurde, begann man auch in Europa und den USA Catamarane für Sport und Freizeit zu bauen. Das im Vergleich zu den Einrümpfern hohe Geschwindigkeitspotential machte Cats und Tris zu attraktiven Sportgeräten. Doch erst spektakuläre Geschwindigkeitsrekorde und endlich die Zulassung des Tornado-Catamarans als Olympische Klasse machte den Cat bei den etablierten Seglern salonfähig.

Die Vorgeschichte

1991:

Die deutsche Wiedervereinigung vom 3.Oktober 1990 erfordert auch in der DHCKV eine neue Struktur. Aus Teilen der Region Mitte und der Ex-DDR wird die Region Ost gegründet, geführt von Commodore Fiete Noack. Die EM für Hobie 14 und 17 wird vor Aarhus / Dänemark ausgetragen. Neue Titelträger Dr. Wolfram Vogel und Bruce Bechtold, der hier seinen Dauer-Rivalen Frieder Niederquell vom Thron holt. Die Kieler Woche wird von Joachim Dangel / Martin Petri (Wolfratshausen) gewonnen. Redaktion RAUMSCHOTS gibt als Sonderausgabe das „DHCKV-Statutenheft“ heraus.

1990:

Der Novemberrevolution von 1989 in der DDR wird auch bei den Hobies Rechnung getragen. Unser Mann für die DDR Fiete Noack (Berlin) organisiert schon im Juni die erste Hobie-Regatta auf der Müritz. Aus allen Teilen der „alten“ Bundesrepublik reisen 24 Hobie 16 an. Bei der 17er WM, ausgesegelt vor Toronto, fährt Bruce Bechtold die Bronzemedaille heraus. Noch nie ist ein Europäer bei einer Hobie-WM so weit nach vorne gekommen. Zur Kieler Woche kann die DHCKV, dank der Sponsoren Hobie Cat Europe und Hobie Cat Köln, Segler aus der Sowjetunion und der DDR einladen. Gewonnen wird die Kieler Woche von Matthias und Susi Stender (Aachen). Abgerundet wird das ereignisreiche Jahr mit dem Gewinn des 14er Eurotitels durch Kai Kröger, dem Sieg von Dr. Frieder Niederquell (Korbach) bei der 17er Euro, beide ersegelt vor Carnac und dem vierten EM-Titel von Detlef und Reinhold Mohr im 16er, Salou (Spanien). Zum Jubiläum „20 Jahre Hobie 16“ gibt das RAUMSCHOTS-Team das „Hobie 16-Handbuch“ als weitere Sonderausgabe heraus.

1989:

Glückwunsch an alle Hobie-Segler! Im Februar erfolgt die Aufnahme der Hobies in die Int. Yacht Racing Union (IYRU), womit Hobie 14, Hobie 16, Hobie 17 und Hobie 18 jetzt auch offiziell „Internationale Klasse“ sind. Hattrick durch Bruce Bechtold: Bei der 17er EM vor Grömitz wird Bruce zum dritten Mal hintereinander Europameister. Neuer Europameister im Hobie 14 wird vor Corzon Morgat Rolf (Dalli) Dallmann von der Insel Föhr. Die Brüder Mohr scheinen auf EM-Gewinn abonniert und werden an der Cote d'Azur erneut Champion im Hobie 16. Die Mohren gewinnen auch die Kieler Woche, zu der die 16er erstmalig eingeladen sind. RAUMSCHOTS erscheint mit der 50.Ausgabe. Bei den Hobie-Werften in USA und Europa gibt es bewegte Zeiten. Zunächst verkauft die Coleman Company die US-Werft an Tony Wilson, der bereits 1969 seinen ersten 14er segelte. Damit steht auch die Europa-Werft zur Disposition. Entschlossen tun sich John Dinsdale, Gerard Ramella und Denise Cazuc zusammen, um „Hobie Cat Europe“ zu übernehmen.

1988:

Der Hobie 14 hat seinen 20.Geburtstag. Als Sonderausgabe gibt die RAUMSCHOTS-Redaktion das „Hobie 14-Handbuch“ heraus. Die DHCKV schreibt erstmalig fünf Regionale Meisterschaften aus, die mit einem Zusatzfaktor honoriert werden. Das Jahr fängt erfolgreich an. Bruce Bechtold kann vor La Grande Motte (Frankreich) den Euro-Titel im Hobie 17 verteidigen. Bei der 14er EM auf Föhr wird Kai Kröger (Wyk) neuer Champion. Bei der erstmalig in Europa ausgerichteten WM für Hobie 16 vor Scheveningen belegen die Brüder Mohr einen hervorragenden 4. Platz. Auf Hawaii wird der erste Weltmeister im Hobie 17 ermittelt, Gewinner ist M. Metcalfe (Australien). Unter schwierigen Bedingungen fährt Bruce Bechtold einen stark beachteten 4. Rang heraus. Schließlich ersegelt die Kieler Crew Dieter Leptien / Jörg Schüßler Platz 1 bei der vor Kopenhagen ausgetragenen EM für Hobie 16. Also wieder ein Super-Jahr für die deutsche Hobie-KV. Nach 12 bzw. 11 jähriger erfolgreicher Vorstandsarbeit wollen Hanjo Zimmermann und Heinz Oelmüller nur noch segeln. Für ihre Verdienste um die DHCKV bedanken sich die Mitglieder mit stehend gegebenem Applaus (MV in München). Hanjo Zimmermann wird wegen seiner besonderen Verdienste um die DHCKV als erstes Mitglied mit der Ehrennadel „Hobie-H in Gold mit Brillant“ ausgezeichnet. Nachfolger als Vorsitzender von Hanjo wird sein Vorgänger Erwin Ocklenburg. Jeff Mac Innes und Mike Beedell (USA) machen den Hobie 18-Magnum zum „Boot des Jahres“, als sie die Nordwestpassage durchqueren. Sie sind die Ersten, die das mit einem Segelboot ohne Motor schaffen.

1987:

Wieder kann die DHCKV einen Erfolg wie schon 1982 und 83 verbuchen; sie stellt die Europameister in allen Klassen. Dierk Reinhardt wird 14er Champion in Genf, Karl-Heinz Zillmer (Hamburg) wird mit dem Dänen Torsten Bardram Europameister im 16er vor Quiberon, Bruce Bechtold (Mönchengladbach) gewinnt die erste 17er EM (Gardasee) und die Mohr-Brüder werden vor Grömitz diesmal im Hobie 18 Europameister. Mit dieser Bilanz baut die deutsche KV ihre führende Stellung in Europa vor Frankreich und den Niederlanden weiter aus. Der Hobie 21 kommt auf den Markt. Die Hobie-Werft für Europa verzieht von Hyères nach Toulon in moderne Produktionsstätten.

1986:

Auf dem Dümmer wird erstmalig eine Int. Deutsche Klassenmeisterschaft (IDKM) für Hobie 14 veranstaltet, die von Dr. Wolfram Vogel (Bonn) gewonnen wird. RAUMSCHOTS hat Jubiläum; in 10 Jahren wurden vom Kölner Redaktionsteam 40 Ausgaben herausgebracht. Sensationell: Im November überqueren die Franzosen Tony Laurent und Daniel Pradel in 18 Tagen den Atlantik von Dakar nach Guadeloupe mit einem Hobie 18-Magnum.

1985:

Der Hobie 17 wird vorgestellt. Bei der 16er EM in England holen sich die Brüder Mohr erneut den Titel. Auf dem Wannsee wird die erste Int. Deutsche Meisterschaft (IDM) für Hobie 16 durch den DSV ausgeschrieben. Es gewinnen Peter Gensch / Doris Gauthier (Berlin).

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